Kein generisches Verwaltungstool, kein zweckentfremdetes Excel. Eine Anwendung, die ausschließlich für die Erstellung und Führung des Bauwerksbuches entwickelt wurde, in Übereinstimmung mit der Bauordnung für Wien und dem Leitfaden der MA 37.
Die Bauordnung für Wien verpflichtet Eigentümerinnen und Eigentümer von Altbauten dazu, ein Bauwerksbuch zu erstellen und in der Bauwerksbuchdatenbank der Stadt Wien zu registrieren.
Die Stichtage sind fix vorgegeben. Wer rechtzeitig anfängt, hat Zeit für eine sorgfältige Erstprüfung, Klärung der Planlage über die MA 37 und gegebenenfalls für notwendige Vorab-Sanierungen. Wer später einsteigt, gerät unter Termindruck.
Das Bauwerksbuch ist außerdem keine einmalige Sache, sondern eine dauerhafte Verpflichtung. Folgeprüfungen sind je nach Befund alle ein, drei, fünf oder zehn Jahre fällig. Eine Hauptprüfung erfolgt alle zehn Jahre.
Die Erstprüfung ist nur der Anfang. Was danach folgt, ist eine fortlaufende Verkettung aus Folgeprüfungen, Mängelfristen, Mängelbehebungen und neuen Prüfungsterminen, die sich je nach Befund verschieben können. Bei einem einzelnen Gebäude noch überschaubar. Bei einem Portfolio von zwanzig oder mehr Gebäuden ohne Software nicht mehr handhabbar.
Ein Bauwerksbuch enthält Dutzende einzelner Bauteile, jedes mit eigenem Prüfintervall. Der Leitfaden der MA 37 sieht in der Regel ein Standardintervall von zehn Jahren vor, doch jeder festgestellte Mangel kann diesen Rhythmus verändern: Klasse B verkürzt auf drei oder fünf Jahre, Klasse C auf ein Jahr, Klasse D bedeutet sofortige Behebung.
Der Prüfer kann das Standardintervall darüber hinaus jederzeit individuell verkürzen, wenn die konkrete Situation am Bauteil das verlangt. Auch ein Bauteil ohne Mangel kann etwa nach zwei Jahren erneut geprüft werden, nicht erst nach zehn. Die Begründung steht im Befund, das System rechnet die neue Frist automatisch.
Dazu kommt: Sobald ein Mangel behoben ist, muss die Hausverwaltung das mit Firma, Datum und Foto dokumentieren. Sobald ein neuer Mangel auftritt, ändert sich erneut das Intervall. Bei dreißig oder hundert Gebäuden mit jeweils dreißig Bauteilen wird die Anzahl an Terminen, Fristen und Statusänderungen schnell vierstellig, fortgeführt über die kommenden dreißig Jahre.
Konsequenz: Mit Excel und Outlook lässt sich ein einzelnes Bauwerksbuch noch führen. Ein Portfolio nicht. Genau dafür wurde diese Plattform gebaut.
Jede Funktion folgt direkt einer Vorgabe aus § 128a oder dem Leitfaden der MA 37. Nichts Generisches, nichts Aufgeblasenes, alles auf das Bauwerksbuch zugeschnitten.
Ob fünf oder fünfhundert Gebäude, alle laufen in derselben Plattform. Filter nach Bezirk, Baujahr, Schadensklasse, anstehender Frist.
Adresse, Baujahr, Widmung, Grundbuch, Katastralgemeinde, Eigentümer, Hausverwaltung. Konsens-Dokumente werden im Stammdatensatz mitgeführt.
Hauptkategorien Fassade, Dach, Decken, Treppen, Wände, technische Anlagen, Sonderbauteile. Element, Lage, Material, Standard-Prüfintervall vorbelegt.
Erstprüfung, Hauptprüfung, Folgeprüfung, Anlassprüfung. Folgeprüfungen werden beim Abschluss automatisch geplant. Hauptprüfung alle zehn Jahre.
Einzelmängel pro Bauteil mit Lage, Foto, Prüfmethode, Maßnahmenvorschlag, Frist. Gesamtbefund wird live berechnet, vom Prüfer übersteuerbar mit Begründung.
Sobald ein Mangel behoben ist, trägt die Hausverwaltung Datum, Firma und Foto-Nachweis ein. Der Status wandert von offen auf behoben, ohne dass der Prüfer eingreifen muss.
Anstehende Folgeprüfungen werden vor Ablauf gemeldet, mehrstufig, an HV und ZT. Erinnerung kann pro Gebäude an- oder abgeschaltet werden.
Layout exakt nach Vorgabe des Leitfadens. Deckblatt, Bauteil-Übersicht, Prüfprotokoll, Mängelliste mit Fotos, Maßnahmenplan. Formal korrekt für die Vorlage bei der MA 37.
Mängellisten, Maßnahmenpläne, Fristübersichten lassen sich für die HV-internen Prozesse als Excel exportieren. Parallel zum behördentauglichen PDF.
Beide Seiten arbeiten in derselben Anwendung, mit unterschiedlichen Rechten und Sichten. Was die eine Seite eingibt, sieht die andere unmittelbar. Was rechtlich getrennt sein muss, bleibt rechtlich getrennt.
Das Gutachten entsteht direkt in der Software, nicht in einem Word-Dokument, das später hochgeladen wird. Genau deshalb ist jeder einzelne Mangel ein eigener Datenpunkt im System, nicht nur ein Textblock im PDF.
Diese Datenstruktur ist die Grundlage für alle Funktionen, die nachgelagert wirken: die automatische Frist-Erinnerung, die Bündelung mangelhafter Bauteile nach Hauptkategorie über den gesamten Bestand, das Status-Tracking jedes Mangels von offen bis behoben. Ohne diesen unmittelbaren Datenzusammenhang zwischen Gutachten und Verwaltung gibt es keine echte Erinnerungsfunktion, sondern nur einen Aktenordner.
Der Gutachter stellt fest, kategorisiert und dokumentiert. Er führt niemals selbst Sanierungsarbeiten aus oder beauftragt Firmen. Die Hausverwaltung beauftragt, lässt ausführen und dokumentiert die Behebung mit Firma, Datum und Foto. Im System sind die Felder, Rechte und Schreibzugriffe entsprechend getrennt. Diese Unabhängigkeit des Sachverständigen ist gutachterlich zwingend und in der Plattform systemisch durchgezogen.
Die Plattform fasst alle offenen Mängel des Bestands nach Bauteil-Hauptkategorie zusammen, also Fassade, Dach, Decken, Treppen, Wände, technische Anlagen, Sonderbauteile. Die Hausverwaltung sieht auf einen Blick, wo überall ein bestimmtes Gewerk anstehende Arbeiten hat. Genau das ist die Grundlage für gezielte Kostenvoranschläge und bessere Konditionen bei der Vergabe.
Eine Hausverwaltung betreut vierzig Gründerzeit-Häuser. Bei einer Bestandsabfrage in der Plattform zeigt die Kategorie Fassade auf einen Blick, dass in dreiundzwanzig Gebäuden Mängel der Klassen B oder C eingetragen sind, mit Frist innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Statt für jedes Gebäude einzeln einen Kostenvoranschlag einzuholen, kann die HV jetzt verschiedene Baumeister kontaktieren und gezielt KV's für die Sammelvergabe mehrerer Häuser einholen. Das verschafft bessere Konditionen, vereinfacht die Koordination und reduziert den Verwaltungsaufwand erheblich.
Wichtig zu wissen: Die Plattform erstellt die Ausschreibung nicht selbst. Sie liefert die saubere Übersicht, welche Häuser betroffen sind, welche Bauteile genau, in welchem Schadensumfang. Diese Übersicht ist die Grundlage für die gezielte Vergabe an das passende Gewerk, also Baumeister, Dachdecker, Fassadenbauer, Schlosser.
So sieht die Zusammenarbeit aus, von der ersten Anfrage bis zur Übergabe und darüber hinaus. Drei Personen, eine Plattform, eine durchgängige Dokumentation.
Die Plattform behandelt jedes abgeschlossene Bauwerksbuch als das, was es rechtlich ist: ein Sachverständigen-Dokument. Korrekturen sind möglich, aber sie werden sichtbar gemacht und nummeriert.
Sobald ein Bauwerksbuch oder eine Prüfung abgeschlossen ist, kann der Inhalt nicht mehr überschrieben werden. Die Datei ist gesperrt, der gutachterliche Stand bleibt erhalten.
Eine Korrektur erfolgt nicht im Original, sondern als nummerierter Nachtrag, der im PDF als eigener Abschnitt erscheint. Mit Datum, Anlass, Begründung und Bearbeiter, analog zur üblichen Sachverständigen-Praxis.
Jede Änderung an Stammdaten, Befunden, Mängeln oder Behebungs-Einträgen wird mit Zeitstempel und Bearbeiter protokolliert. Bei Bedarf jederzeit nachvollziehbar.
Die Plattform ist fertig entwickelt und einsatzbereit. Wir starten gezielt mit Hausverwaltungen und Eigentümern größerer Portfolios, die als Entwicklungspartner einsteigen möchten.
Die Stärken der Plattform, vor allem die Bündelung mangelhafter Bauteile nach Hauptkategorie und die zentrale Bestandsübersicht, entfalten sich erst ab einer gewissen Größenordnung. Für ein einzelnes Einfamilienhaus rechnet sich der Aufwand nicht.
Auf dieser Seite zeigen wir bewusst keine Bildschirm-Ausschnitte. Die echte Plattform mit allen Funktionen und dem tatsächlichen Dashboard sehen Sie in einer persönlichen Live-Demo.
Die Plattform enthält Funktionen, die es so bei keinem anderen Anbieter gibt, vor allem die Bündelung mangelhafter Bauteile nach Hauptkategorie über den gesamten Bestand. Wir zeigen die Plattform gerne, aber nicht öffentlich, sondern im persönlichen Gespräch mit ernsthaft Interessierten.
Anfrage, Demo oder Kostenschätzung. Drei Wege, der für Sie passt. Wir antworten innerhalb eines Werktags.