Die Online-Plattform

Eine Plattform für das Bauwerksbuch, gebaut entlang § 128a.

Kein generisches Verwaltungstool, kein zweckentfremdetes Excel. Eine Anwendung, die ausschließlich für die Erstellung und Führung des Bauwerksbuches entwickelt wurde, in Übereinstimmung mit der Bauordnung für Wien und dem Leitfaden der MA 37.

Worum es geht

Pflicht für viele tausende Wiener Gebäude.

Die Bauordnung für Wien verpflichtet Eigentümerinnen und Eigentümer von Altbauten dazu, ein Bauwerksbuch zu erstellen und in der Bauwerksbuchdatenbank der Stadt Wien zu registrieren.

Die Stichtage sind fix vorgegeben. Wer rechtzeitig anfängt, hat Zeit für eine sorgfältige Erstprüfung, Klärung der Planlage über die MA 37 und gegebenenfalls für notwendige Vorab-Sanierungen. Wer später einsteigt, gerät unter Termindruck.

Das Bauwerksbuch ist außerdem keine einmalige Sache, sondern eine dauerhafte Verpflichtung. Folgeprüfungen sind je nach Befund alle ein, drei, fünf oder zehn Jahre fällig. Eine Hauptprüfung erfolgt alle zehn Jahre.

2027
Bauwerksbuch erstellen bis 31.12.2027 für alle Gebäude, die vor dem 01.01.1919 errichtet wurden
§ 128a Abs. 3
Z 1
2030
Bauwerksbuch erstellen bis 31.12.2030 für alle Gebäude, die zwischen 01.01.1919 und 01.01.1945 errichtet wurden
§ 128a Abs. 3
Z 2
Quelle: Bauordnung für Wien, § 128a Abs. 3, Fassung vom 28.03.2025. Leitfaden der MA 37 zum Bauwerksbuch, Stand Mai 2025.
Die operative Realität

Was nach „Bauwerksbuch erstellen" klingt, ist in Wahrheit ein Dauerlauf über Jahrzehnte.

Die Erstprüfung ist nur der Anfang. Was danach folgt, ist eine fortlaufende Verkettung aus Folgeprüfungen, Mängelfristen, Mängelbehebungen und neuen Prüfungsterminen, die sich je nach Befund verschieben können. Bei einem einzelnen Gebäude noch überschaubar. Bei einem Portfolio von zwanzig oder mehr Gebäuden ohne Software nicht mehr handhabbar.

Ein Bauwerksbuch enthält Dutzende einzelner Bauteile, jedes mit eigenem Prüfintervall. Der Leitfaden der MA 37 sieht in der Regel ein Standardintervall von zehn Jahren vor, doch jeder festgestellte Mangel kann diesen Rhythmus verändern: Klasse B verkürzt auf drei oder fünf Jahre, Klasse C auf ein Jahr, Klasse D bedeutet sofortige Behebung.

Der Prüfer kann das Standardintervall darüber hinaus jederzeit individuell verkürzen, wenn die konkrete Situation am Bauteil das verlangt. Auch ein Bauteil ohne Mangel kann etwa nach zwei Jahren erneut geprüft werden, nicht erst nach zehn. Die Begründung steht im Befund, das System rechnet die neue Frist automatisch.

Dazu kommt: Sobald ein Mangel behoben ist, muss die Hausverwaltung das mit Firma, Datum und Foto dokumentieren. Sobald ein neuer Mangel auftritt, ändert sich erneut das Intervall. Bei dreißig oder hundert Gebäuden mit jeweils dreißig Bauteilen wird die Anzahl an Terminen, Fristen und Statusänderungen schnell vierstellig, fortgeführt über die kommenden dreißig Jahre.

Warum eine eigene Plattform notwendig ist
4
Prüfungsarten Erstprüfung, Hauptprüfung, Folgeprüfung, Anlassprüfung jede mit eigener Logik
7
Bauteilkategorien je Gebäude Fassade, Dach, Decken, Treppen, Wände, technische Anlagen, Sonderbauteile typisch 25 bis 50 einzelne Bauteile
4
Schadensklassen mit eigenen Intervallen A guter Zustand, B leichter Mangel, C schwerer Mangel, D Gefahr im Verzug Anhang B des Leitfadens der MA 37
±
Abweichende Intervalle vom Prüfer Standardintervall kann nach Befund individuell verkürzt werden Begründung im Befund, automatische Neu-Berechnung
30
Jahre Beobachtungshorizont Hauptprüfung alle zehn Jahre, dazwischen Folgeprüfungen je nach Befund plus laufende Mängelbehebungen
×
multipliziert mit jedem Gebäude im Portfolio Jede Liegenschaft erzeugt ihre eigene Termin-Kette bei 50 Gebäuden mehrere tausend Datensätze über die Jahre

Konsequenz: Mit Excel und Outlook lässt sich ein einzelnes Bauwerksbuch noch führen. Ein Portfolio nicht. Genau dafür wurde diese Plattform gebaut.

Was die Plattform leistet

Neun Werkzeuge für eine durchgängige Verantwortung.

Jede Funktion folgt direkt einer Vorgabe aus § 128a oder dem Leitfaden der MA 37. Nichts Generisches, nichts Aufgeblasenes, alles auf das Bauwerksbuch zugeschnitten.

F · 01

Mehrere Liegenschaften an einem Ort

Ob fünf oder fünfhundert Gebäude, alle laufen in derselben Plattform. Filter nach Bezirk, Baujahr, Schadensklasse, anstehender Frist.

Mehrmandanten-fähig, mit getrennten Sichten für ZT, HV und Eigentümer
F · 02

Vollständige Stammdaten je Gebäude

Adresse, Baujahr, Widmung, Grundbuch, Katastralgemeinde, Eigentümer, Hausverwaltung. Konsens-Dokumente werden im Stammdatensatz mitgeführt.

Auch komplexe Liegenschaften mit mehreren Bauwerken sauber abgebildet
F · 03

Bauteile nach Leitfaden der MA 37

Hauptkategorien Fassade, Dach, Decken, Treppen, Wände, technische Anlagen, Sonderbauteile. Element, Lage, Material, Standard-Prüfintervall vorbelegt.

Struktur folgt Anhang A, Intervalle folgen Anhang B
F · 04

Vier Prüfungsarten, eine Logik

Erstprüfung, Hauptprüfung, Folgeprüfung, Anlassprüfung. Folgeprüfungen werden beim Abschluss automatisch geplant. Hauptprüfung alle zehn Jahre.

Das System weiß, wann was wieder fällig ist
F · 05

Mängel mit Schadensklassen A bis D

Einzelmängel pro Bauteil mit Lage, Foto, Prüfmethode, Maßnahmenvorschlag, Frist. Gesamtbefund wird live berechnet, vom Prüfer übersteuerbar mit Begründung.

A guter Zustand, B leichter Mangel, C schwerer Mangel, D Gefahr im Verzug
F · 06

Mängelbehebung durch die Hausverwaltung

Sobald ein Mangel behoben ist, trägt die Hausverwaltung Datum, Firma und Foto-Nachweis ein. Der Status wandert von offen auf behoben, ohne dass der Prüfer eingreifen muss.

Saubere Trennung, kein Rollenkonflikt, gerichtsfest dokumentiert
F · 07

Automatische Frist-Erinnerungen

Anstehende Folgeprüfungen werden vor Ablauf gemeldet, mehrstufig, an HV und ZT. Erinnerung kann pro Gebäude an- oder abgeschaltet werden.

Keine vergessenen Termine, weil das System mitläuft
F · 08

PDF-Export gemäß Anhang C

Layout exakt nach Vorgabe des Leitfadens. Deckblatt, Bauteil-Übersicht, Prüfprotokoll, Mängelliste mit Fotos, Maßnahmenplan. Formal korrekt für die Vorlage bei der MA 37.

Vollständig konform mit Anhang C, ohne Nachbearbeitung bei der Behörde einreichbar
F · 09

Excel-Export für interne Abläufe

Mängellisten, Maßnahmenpläne, Fristübersichten lassen sich für die HV-internen Prozesse als Excel exportieren. Parallel zum behördentauglichen PDF.

Für die Sammelbearbeitung in der Hausverwaltung
Zwei Rollen, eine Plattform

Hausverwaltung und Gutachter, im selben System.

Beide Seiten arbeiten in derselben Anwendung, mit unterschiedlichen Rechten und Sichten. Was die eine Seite eingibt, sieht die andere unmittelbar. Was rechtlich getrennt sein muss, bleibt rechtlich getrennt.

A · Hausverwaltung

Übersicht und Steuerung

Was die HV mit der Plattform macht und wovon sie profitiert
  • Live-Einsicht in alle Prüfberichte und Befunde, sobald der Gutachter abschließt
  • Bestandsübersicht über alle betreuten Liegenschaften, gefiltert nach Bezirk, Schadensklasse oder Frist
  • Frist-Erinnerungen automatisch, lange bevor eine Folgeprüfung fällig wird
  • Bündelung mangelhafter Bauteile nach Hauptkategorie über den gesamten Bestand, als Grundlage für gezielte KV-Anfragen und bessere Konditionen
  • Mängelbehebungen direkt dokumentieren, mit Firma, Datum und Foto-Nachweis
  • Behörden-PDF jederzeit auf Knopfdruck, falls die MA 37 Einsicht verlangt
  • Status pro Mangel live verfolgbar, von offen bis behoben
B · Gutachter (Ziviltechniker)

Erfassen und Befunden

Was der Gutachter in der Plattform tut und welche Werkzeuge ihn unterstützen
  • Strukturierte Erfassung der Bauteile vor Ort, in der Reihenfolge des Leitfadens der MA 37
  • Befundung mit Schadensklassen A bis D, mit Foto und Prüfmethode pro Mangel
  • Automatische Folgeprüfungs-Planung, sortiert nach Fälligkeit
  • PDF nach Anhang C, Spaltenlayout exakt nach Vorgabe des Leitfadens
  • Soft-Lock nach Abschluss, das Gutachten ist gesperrt und kann nicht mehr überschrieben werden
  • Nachträge nummeriert und als eigener Abschnitt im PDF, analog zur Sachverständigen-Praxis
  • Audit-Log für jede Änderung, mit Zeitstempel und Bearbeiter
Was zwischen den beiden Rollen liegt

Ein gemeinsamer Datenstand, kein doppeltes Erfassen.

Das Gutachten entsteht direkt in der Software, nicht in einem Word-Dokument, das später hochgeladen wird. Genau deshalb ist jeder einzelne Mangel ein eigener Datenpunkt im System, nicht nur ein Textblock im PDF.

Diese Datenstruktur ist die Grundlage für alle Funktionen, die nachgelagert wirken: die automatische Frist-Erinnerung, die Bündelung mangelhafter Bauteile nach Hauptkategorie über den gesamten Bestand, das Status-Tracking jedes Mangels von offen bis behoben. Ohne diesen unmittelbaren Datenzusammenhang zwischen Gutachten und Verwaltung gibt es keine echte Erinnerungsfunktion, sondern nur einen Aktenordner.

Rechtlich saubere Trennung

Eine Plattform, aber klare Zuständigkeiten.

Der Gutachter stellt fest, kategorisiert und dokumentiert. Er führt niemals selbst Sanierungsarbeiten aus oder beauftragt Firmen. Die Hausverwaltung beauftragt, lässt ausführen und dokumentiert die Behebung mit Firma, Datum und Foto. Im System sind die Felder, Rechte und Schreibzugriffe entsprechend getrennt. Diese Unabhängigkeit des Sachverständigen ist gutachterlich zwingend und in der Plattform systemisch durchgezogen.

Das Differenzierungsmerkmal

Mangelhafte Bauteile, gebündelt nach Hauptkategorie.

Die Plattform fasst alle offenen Mängel des Bestands nach Bauteil-Hauptkategorie zusammen, also Fassade, Dach, Decken, Treppen, Wände, technische Anlagen, Sonderbauteile. Die Hausverwaltung sieht auf einen Blick, wo überall ein bestimmtes Gewerk anstehende Arbeiten hat. Genau das ist die Grundlage für gezielte Kostenvoranschläge und bessere Konditionen bei der Vergabe.

Eine Hausverwaltung betreut vierzig Gründerzeit-Häuser. Bei einer Bestandsabfrage in der Plattform zeigt die Kategorie Fassade auf einen Blick, dass in dreiundzwanzig Gebäuden Mängel der Klassen B oder C eingetragen sind, mit Frist innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Statt für jedes Gebäude einzeln einen Kostenvoranschlag einzuholen, kann die HV jetzt verschiedene Baumeister kontaktieren und gezielt KV's für die Sammelvergabe mehrerer Häuser einholen. Das verschafft bessere Konditionen, vereinfacht die Koordination und reduziert den Verwaltungsaufwand erheblich.

Wichtig zu wissen: Die Plattform erstellt die Ausschreibung nicht selbst. Sie liefert die saubere Übersicht, welche Häuser betroffen sind, welche Bauteile genau, in welchem Schadensumfang. Diese Übersicht ist die Grundlage für die gezielte Vergabe an das passende Gewerk, also Baumeister, Dachdecker, Fassadenbauer, Schlosser.

Bestandsübersicht, Kategorie Fassade
Mariahilfer Straße 123 Mängel B+C
Mollardgasse 85a2 Mängel C
Lerchenfelder Straße 764 Mängel B
Alser Straße 412 Mängel C
… 19 weitere Gebäude+ 14 Mängel
↓ Grundlage für KV-Anfrage
Zusammenfassung Fassade
23 Gebäude · 25 offene Mängel→ Anfrage an Baumeister
Im Alltag

Vom Erstgespräch bis zur Folgeprüfung in zehn Jahren.

So sieht die Zusammenarbeit aus, von der ersten Anfrage bis zur Übergabe und darüber hinaus. Drei Personen, eine Plattform, eine durchgängige Dokumentation.

01
Start
Erstgespräch
Sie schildern uns das Objekt, wir prüfen die Aktenlage und stimmen den Termin ab.
Tag 1
02
Vorbereitung
MA 37, Aktenlage
Bauakt ausheben, Unterlagen digitalisieren, Konsens-Dokumente in der Plattform anlegen.
Woche 1 bis 2
03
Vor Ort
Begehung, Befund
Strukturierte Aufnahme aller Bauteile, Foto-Dokumentation, Schadensklassen-Bewertung direkt im System.
1 Termin
04
Übergabe
Bauwerksbuch
Erstellung gemäß Leitfaden der MA 37, Übermittlung an die Behörde, PDF an Sie und alle Berechtigten.
Woche 4 bis 6
05
Danach
Folgeprüfungen
Automatische Erinnerung, Mängel-Tracking, Behebungsdokumentation durch die HV. Wir bleiben Ihr Ansprechpartner.
Jahr 1, 3, 5, 10
Gutachterlicher Charakter

Ein Bauwerksbuch ist ein Gutachten, kein Excel-Sheet.

Die Plattform behandelt jedes abgeschlossene Bauwerksbuch als das, was es rechtlich ist: ein Sachverständigen-Dokument. Korrekturen sind möglich, aber sie werden sichtbar gemacht und nummeriert.

G · 01

Soft-Lock nach Abschluss

Sobald ein Bauwerksbuch oder eine Prüfung abgeschlossen ist, kann der Inhalt nicht mehr überschrieben werden. Die Datei ist gesperrt, der gutachterliche Stand bleibt erhalten.

G · 02

Nachträge statt Überschreiben

Eine Korrektur erfolgt nicht im Original, sondern als nummerierter Nachtrag, der im PDF als eigener Abschnitt erscheint. Mit Datum, Anlass, Begründung und Bearbeiter, analog zur üblichen Sachverständigen-Praxis.

G · 03

Vollständiges Audit-Log

Jede Änderung an Stammdaten, Befunden, Mängeln oder Behebungs-Einträgen wird mit Zeitstempel und Bearbeiter protokolliert. Bei Bedarf jederzeit nachvollziehbar.

Pilotpartnerschaft

Aktuell nehmen wir ausgewählte Pilotpartner auf.

Die Plattform ist fertig entwickelt und einsatzbereit. Wir starten gezielt mit Hausverwaltungen und Eigentümern größerer Portfolios, die als Entwicklungspartner einsteigen möchten.

  • Direkter Einfluss auf die Weiterentwicklung der Plattform
  • Persönliche Einrichtung Ihres Bestands durch den Ziviltechniker
  • Besondere Konditionen für die ersten zwei Jahre
  • Direkter Draht zum Entwickler, kein Service-Call-Center
  • Limitierte Plätze, um die Qualität der Betreuung zu sichern
Wer als Pilotpartner passt

Hausverwaltungen ab etwa zwanzig Objekten, oder Eigentümer mit größeren Portfolios.

Die Stärken der Plattform, vor allem die Bündelung mangelhafter Bauteile nach Hauptkategorie und die zentrale Bestandsübersicht, entfalten sich erst ab einer gewissen Größenordnung. Für ein einzelnes Einfamilienhaus rechnet sich der Aufwand nicht.

Schreiben Sie uns kurz, wir vereinbaren ein unverbindliches Gespräch und prüfen, ob die Pilotpartnerschaft für Sie passt.
Sehen statt lesen

Eine vollständige Vorführung, persönlich.

Auf dieser Seite zeigen wir bewusst keine Bildschirm-Ausschnitte. Die echte Plattform mit allen Funktionen und dem tatsächlichen Dashboard sehen Sie in einer persönlichen Live-Demo.

  • 20 Minuten, kompakt und ohne Verkaufsdruck
  • Live am realen Bestand, mit echten Daten aus laufenden Bauwerksbüchern
  • Persönlich mit dem Ziviltechniker, nicht mit einem Vertrieb
  • Online oder vor Ort, wie es Ihnen passt
Warum keine Screenshots

Wir schützen, was wir gebaut haben.

Die Plattform enthält Funktionen, die es so bei keinem anderen Anbieter gibt, vor allem die Bündelung mangelhafter Bauteile nach Hauptkategorie über den gesamten Bestand. Wir zeigen die Plattform gerne, aber nicht öffentlich, sondern im persönlichen Gespräch mit ernsthaft Interessierten.

Kein Risiko, kein Vertrag.
Eine Demo ist eine Demo, keine Verpflichtung, keine versteckten Kosten, keine Folge-Mails.
Nächster Schritt

Sehen Sie sich an, wie wir arbeiten.

Anfrage, Demo oder Kostenschätzung. Drei Wege, der für Sie passt. Wir antworten innerhalb eines Werktags.